Der Tag X – Liebeskummer

Der Tag x

Du, du stehst vor mir und deine Worte greifen mein Herz
und es zieht durch meine Glieder ein stechender Schmerz.
Mein Körper brennt, als wäre zu viel Salz in der Wunde.
Da sind wir nun und ziehen unsere letzte Runde.
Durch den Stadtpark, am besten schaufel ich gleich hier mein Grab,
denn ich werde gerade verlasse und ich kann den Liebeskummer dafür nur hassen,
denn Liebeskummer ist wohl das Gefühl, auf den als logischer Schluss nur der Tod folgen kann.
Und ich bin jetzt als nächstes dran.
Doch bevor ich wohl an Liebeskummer sterbe, sterbe ich wohl ans Selbstmitleid.
Wieso ziehe ich auch nur an – dieses schöne Kleid?
Um darin jetzt verlassen zu werden?
Die tausend Herden von Schmetterlingen wurden so eben gefressen,
aber das liegt ja wohl nicht mehr in meinem Ermessen.
Das Kleid war sogar aus dem schönen Örtchen Essen,
ach man die schönen Orte kann ich jetzt wohl auch vergessen.
Mein Leben ist ein Scherbenhaufen, ich muss mich wohl zusammenraufen,
um nicht einfach weg zulaufen.
Doch du bist noch nicht fertig deine spitz geschliffenen Wörter auf mich zu schmeißen,
damit sie meine Haut nach Ankunft in Stücker zerreißen und
zurück nur bleibt ein Schlachtfeld,
ein gebrochener Held,
der ganz tief fällt.

Ich sehe nur alles verschwommen und habe gar nicht mehr wirklich wahrgenommen,
was um mich herum geschieht.
Aber ich glaube du weinst und meinst, das ist alles nicht so deins.
Du trauerst und bedauerst deine aufgebaute Mauer.
Du nimmst meine Hand und sagst du weiß nicht mehr.
Es fällt dir seit langem schon so schwer
mich verliebt anzusehen.
Und die Tage mit mir wollen einfach nicht mehr vergehen.
Und du weißt jetzt sicher: Du wirst gehen!

Der letzte Wortpfeil zerreißt meine Brust
Und jetzt verstehe ich erst diesen Verlust.
Dann bist du weg.

Um mich herum liegen nun Körperscherben und Wortpfeile.
Ich verweile.
Bis meine beste Freundin meine Hand nimmt
und wir behutsam Richtung Abendsonne spazieren,
ich halte Sie fest, um mich nicht zu verlieren.

Tag 1 nach Tag x

Ich wache auf, die Nacht so tränenreiche, jetzt sind die Tränen aufgebraucht.
Ich habe alle Eindrücke von gestern und den vergangenen Tagen aufgesaugt.
Doch verstehe tue ich nichts.
Ich war bei dir, doch du machtest zu die Tür, vor meinem Gesicht.
Zurück, das willst du nicht!
Meine Freundin hat mir heiße Schokolade gebracht.
Doch ich beobachte nur den aufsteigenden Dampf mit bedacht.
Was habe ich nur falsch gemacht?

Tag 30 nach Tag x

Abgelöst wird die Trauer durch Wut,
meine ganze Familie ist vor mir auf der Hut.
Es fliegen Bilderrahmen und Ketten durch das Zimmer,
an Versöhnung glaube ich nimmer.
Ich will nur Vergeltung. Nur einige Stunden später habe ich eine Erkältung,
von dem ganzen Rumgeschreie und dem Rum – getrinke.
Ich muss aufpassen, das ich nicht versinke,
im Alkoholkonsum.
Meine beste Freundin schreit auf Sprachnachrichten,
das sich meines Ex – Freundes Gehirnzellen lichten und
er sowieso ein ganz schrecklicher Mensch sei,
ein unglaublich weichgekochtes Weichei.
Und 1..2..3.. würde ich schon jemand neuen finden,
ich darf mir nur nicht die Augen verbinden vor den ganzen anderen Fischen im See,
daraufhin laufe ich zur Spree und fange einen Fisch. Den gibt es heute zum Nachtisch.
Und während ich des anderen Fisches Fleisch auf meine Gabel hiefe,
und ich vor Tränen nur so triefe,
verstehe ich in meinem Herzen ganz in der Tiefe,
das hier etwas falsch liefe.

Tag 90 nach Tag x

Abgelöst wird die Wut durch Selbstbewusstsein und Selbstliebe,
aufgehört haben die Hiebe gegen meinen Ex-Freund und mich selbst,
denn jetzt gibt es nichts mehr was mich aufhält.
Ich schneide mir die Haare, und kaufe mir ein Auto mit dem ich in den Urlaub fahre,
ich ändere meine Wohnungseinrichtung, gehe im Wald spazieren und singe auf einer Lichtung.
Ich lege mich in die Sonne, um voller Wonne, braun zu werden.
Ich treffe mich mit Freunden, die es nicht leugnen, das lächeln auf meinen Lippen,
Wein trinke ich nicht mehr nur, um diesen einfach runter zu kippen,
ich bin wieder aufgestanden, um den Liebeskummer sich jetzt nur noch Mühten ranken.
Und plötzlich stehst du an meiner Türschwelle,
doch ich lächle dir nur ins Gesicht.
Zurück zu dir, das will ich nicht!!liebeskummer

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