be careful what you wish for

Ich bin mir nicht sicher, wie das Zeitungspapier, nachdem es durch eine Windböe hoch in die Luft gewirbelt wurde, wieder auf dem Boden aufschlagen wird.
Da es durch die Explosion Feuer gefangen hatte, kam eine weitere ungewisse Komponente hinzu. Die Glut spaltet sich durch ruckartige Bewegungen von dem Papier ab und segelt gen Erdboden. Das wiederum verpasste der Zeitung durch die veränderte Masse einen Richtungswechsel. Das Papier flog unaufhaltsam – rotierend über die Straße. Wie ein Phönix.
Es war ganz still um mich.
Ich habe mal in einem Film gehört, dass der hohe Ton, der sich nach einer Explosion im Kopf ausbreitet, durch das Sterben von Zellen verantwortlich ist. Bedeutet im Umkehrschluss, dass dieser Ton für immer verloren geht. Er stirbt ja.

Aber eigentlich möchte ich werde über Feuer noch über den Tod schreiben.
Eigentlich wollte ich nur Blumen kaufen und habe mich daher früh aus dem Bett geschält. Eigentlich wollte ich nur Blumen kaufen, um sie mir auf den Küchentisch zustellen, damit ich sie in ihrer Farbe und Form ausgiebige betrachten kann.
Die Natur hat nämlich einen echt logischen und guten Kreislauf geschaffen. Ist ja kein Geheimnis. Aber die Natur ist eben nicht unfehlbar. Sie hat zugelassen, dass der Mensch entsteht. Der Mensch.
Nicht falsch verstehen, Menschen faszinieren mich – ich bin selbst einer und unser Bewusstsein über das eigene Wesen bringt uns generell dazu das gedankliche Zentrum unseres Daseins zu verkörpern. Aber ich fasziniere mich selbst. Ich arbeite als Weltraumwissenschaftlerin. Was mein Gehirn produziert und welche logischen Schlüsse daraus folgen, sind überragend. An anderen Tagen liege ich mit einem Eis auf der Couch und fühle mich einsam. Das ist doch verrückt. Obwohl ich glaube, dass man das auch unter Balance abstempeln könnte.
Ausgewogen essen, ausgewogen schlafen, ausgewogen einsam sein.

Naja, also zurück zu den Blumen.
Ich wollte eben Blumen kaufen gehen. Nur Blumen. Als ich noch zehn Meter entfernt war, zersprang der ganze Blumenladen vor meinen Augen in tausend Einzelteile.
Ein klassischer Fall von „Pech gehabt“.

Ende.img_20190116_082130

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