Monster

Deine Klamotten liegen am Boden, keiner hebt sie auf.
Deine Augen sind leer und keiner kann sie füllen.
Du stehst hier schon eine Weile, ohne zu wissen wohin.
Deine Fenster hast du verschlossen,
denn draußen zieht das Leben unendliche Schleifen.

Sag mir doch bitte, wie ich ohne dich leben soll, wenn alles was du tust,
wie warmes Öl auf meiner Haut hin und her wiegt.
Du bist für mich, wie die letzte Seite eines guten Buches,
wie die letzten Sekunden eines Songs,
den ich aus voller Stärke mitgesungen habe.
Wenn du ein Zeitpunkt wärst, dann genau der des aller ersten Sonnenstrahles,
der hinter einem Hügel hervorkommt und auf den nassen Rasen trifft.

Doch weil die Welt so laut ist, wurde dein Herz ganz taub.
Doch weil ich so nah war, wie im Himmel die Sterne – lerntest du zu lieben,
die unendliche Ferne.

Du bist das Monster unter meinem Bett, was ich verfluche zu lieben.
Da du niemals aufgabst mich in deine Albträume zuziehen.

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