Räumliches Denken

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Ist euch schon einmal aufgefallen, wie sich ein Raum verändert, wenn ihr ihn besser zu kennen glaubt?

Wenn ein Raum neu ist, kennt ihr diesen noch nicht aus jeder Perspektive.
Jede Bewegung verändert euren Bildausschnitt.
Auf jedes Blinzeln folgt eine Überraschung.
Auf jedes Blinzeln folgt eine neue Information.
Auf jedes Blinzeln folgt ein kleines Abenteuer. 

Eine neue Wohnung oder ein neues Büro legen dem Gehirn eine Fülle an Eindrücken zu Füßen.  Durch diese Eindrücke erscheint alles größer und weitläufiger. Das liegt daran, dass noch nicht alle potentiellen Wege und Möglichkeiten, sich durch den Raum zu bewegen, ausgeschöpft sind. 

Nach einer Weile sind wir jedoch alle gradlinigen Pfade gelaufen, die Blicke unseres Alltags treffen immer auf dieselben Ausschnitte. Der Raum verkleinert sich, er wird trist und sicherer. Das Gehirn muss sich nicht mehr anstrengen, um ins Bad zu gelangen. Es erfordert kaum gedankliche Kapazität nach dem Salz im Schrank zugreifen.
Diese Strategie des Menschen ist überlebenswichtig. Könnten wir Informationen nicht filtern, so würden wir unter der Last an Eindrücken zusammenbrechen. 

Doch ich möchte euch darauf hinweisen, dass eure Küche anders aussieht, wenn ihr tanzt. Sie sieht anders aus, wenn ihr euch auf den Rücken legen und an die Decke blickt. Sie sieht anders aus, wenn Tränen in euren Augen stehen und sie sieht anders aus, wenn ihr vor lachen keine Luft mehr bekommt.

Vielleicht offensichtlich, vielleicht auch nicht.
Vielleicht etwas richtig, vielleicht auch nichtig.
Jedoch für mich unglaublich wichtig.

Ich bin nur ich.

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Du und ich, wir waren zu wenig.
Du und ich, wir waren zu viel.
Du und ich, wir waren viel zu wenig oder wenig viel.

Es tut weh dich mal wieder, wieder zu sehen.
Der Wein auf deinen Lippen schreit nach Liebe.
Zärtlicher, unbeholfener Liebe.
Liebe, die du auf dem Weg nach oben verloren hast.
Stufen aus Gold, Gefühle der Last.
Die Liebe fiel dir aus der Tasche und purzelte hinunter auf Anhieb,
bis sie vor meinen Füßen liegen blieb.
Ich hob sie auf und legte sie in den Besteckkasten.
Und hörte aus der Ferne die Klaviertasten.
Deine Liebe wartete darauf von dir geholt zu werden.
Doch die Hoffnung trieb sie ins Verderben.
Jedes mal, wenn ich etwas kochte, lag sie da.

Liebe, Löffel, Gabel, Messer.

Doch du wusstest es nicht besser.
Jahre vergingen, ohne ein Wort.
Jahre vergingen, ohne dich an diesem Ort.
Nun stehst du vor mir. Ganz allein. Deine Lippen voller Rotwein.

Du hast kein Zuhause, du hast nur mich.
Doch ich bin kein Zuhause. Ich bin nur ich.